Gesundheit | Health

Masern | Measles

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Masern | Measles

Wichtige und in nicht wenigen Fällen tödliche Kinderkrankheiten waren die Masern und der Scharlach. Bei beiden Krankheiten zeigt die Sterblichkeit vor dem Ersten Weltkrieg ein ganz anderes Bild als die Geschichte der Pocken und der Diphtherie. Zu den historisch wichtigen Kinderkrankheiten im allgemeinen siehe die einleitenden Bemerkungen beim Thema Diphtherie.

Die Masern sind nach wie vor präsent. Weltweit gibt es nach wie vor jedes Jahr mehr als 100.000 Todesfälle durch Masern. Die Impfung ist erst seit den sechziger Jahren verfügbar, und eine spezifische Behandlung der Krankheit gibt es nicht.

Bei der Masernsterblichkeit vor dem Ersten Weltkrieg ist bestenfalls ein schwacher Rückgang zu erkennen. Etwa 1 bis 1,5 Prozent der Kinder starben an Masern. Es gab immer regionale Schwankungen und den Wechsel von günstigen und ungünstigen Jahren. Etwa 30 Prozent der Masernsterbefälle entfielen auf Säuglinge, weitere 60 Prozent auf Kinder zwischen einem und fünf Jahren. Die Masern sind höchst infektiös und breiten sich in einer ungeschützten Bevölkerung besonders geschwind aus. Daher wirkten Isoliermaßnahmen schlechter als etwa bei Diphtherie und Scharlach. Ein Faktor für die Masernsterblichkeit ist der gesundheitliche Allgemeinzustand der Kinder. Ob er im Gefolge der leichten Verbesserung des Lebensstandards in den letzten Jahrzehnten vor dem Ersten Weltkrieg wesentlich besser geworden ist, ist fraglich.

Die Karten werden als Video gezeigt, es ist aber jederzeit möglich, den Ablauf zu unterbrechen und einzelne Jahre genauer anzusehen.

Measles and scarlet fever were serious childhood illnesses, and in many cases fatal. For both diseases, mortality rates prior to the First World War present a very different picture from that seen with smallpox and diphtheria. For a general overview of historically significant childhood illnesses, see the introductory remarks under the topic of diphtheria.

Measles remains a presence today. Worldwide, there are still more than 100,000 deaths from measles every year. The vaccine has only been available since the 1960s, and there is no specific treatment of the disease.

Measles mortality rates prior to the First World War show, at best, a slight decline. Around 1 to 1.5 per cent of children died from measles. There were always regional variations and fluctuations between favourable and unfavourable years. Around 30 per cent of measles deaths occurred among infants, with a further 60 per cent among children aged between one and five. Measles is highly infectious and spreads particularly rapidly in an unprotected population. Consequently, isolation measures were less effective than, for example, in the case of diphtheria and scarlet fever. One factor influencing measles mortality is the general state of health of the children. It is questionable whether this had improved significantly as a result of the slight rise in living standards in the decades leading up to the First World War.

The maps are displayed as a video, but it is possible to pause the sequence at any time to examine individual years in more detail.

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