Andreas Resch
Industriekartelle in Österreich vor dem Ersten Weltkrieg. Marktstrukturen, Organisationstendenzen und Wirtschaftsentwicklung von 1900 bis 1913
Schriften zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte 74
Berlin
Duncker & Humblot
2002
321 S.
Habilitationsschrift [2001]*, Wirtschaftsuniversität
Rezensent: Michael Pammer
Historicum, Winter 2000/2001, 8—10
Kartelle bestehen in Österreich seit den späten siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts, und besonders in den letzten Jahren vor dem Ersten Weltkrieg bestand eine beträchtliche Zahl davon. Gesetzliche Beschränkungen gab es seit 1870, als das strafrechtliche Kartellverbot aufgehoben wurde, nicht, abgesehen davon, daß Kartellabsprachen nach der Gesetzeslage unwirksam, das heißt gegenüber den Kartellpartnern gerichtlich nicht durchsetzbar waren. Gegen Ende des Jahrhunderts wurde ein Entwurf für ein Kartellgesetz verfaßt, der eine Registrierungspflicht und eine Regelung der Untersagung von Kartellen in der Art der späteren österreichischen Kartellgesetzgebung (Eintragung für Kartelle, die »volkswirtschaftlich gerechtfertigt« erscheinen) vorsah. Der Entwurf und alle weiteren Initiativen vor dem Ersten Weltkrieg führten zu keinem Kartellgesetz. Kartelle dieser Zeit sind das Thema der Habilitationsschrift von Andreas Resch,
die der Autor an der Wirtschaftsuniversität Wien eingereicht hat und für die ihm die Lehrbefugnis für Wirtschafts- und Sozialgeschichte verliehen wurde.
Im Hauptteil der Arbeit behandelt Resch sieben branchentypische Konstellationen, die bestimmten, inwieweit und in welcher Ausformung Kartelle entstehen konnten und wie sie funktionierten:
Wesentlich sind die Gesichtspunkte, nach denen der Autor zu dieser Typologisierung gelangt (siehe dazu S. 41—56, konkretisiert in Tabelle 5.1). Das erste Kriterium ist die Größe des jeweiligen Marktes. Mit Ausnahme der beiden letztgenannten Typen sollte es sich jeweils um große Märkte handeln, das sind nach Resch Industrien mit einem Bruttoproduktionswert ab hundert Millionen Kronen im Jahr. Die Zündhölzchenindustrie blieb allerdings weit unter diesem Wert. Für die föderativ organisierten Kartelle gilt, daß sich unter Zusammenrechnung der regionalen Märkte ein großer Gesamtmarkt ergibt, der wegen der gemessen an den Produktionskosten relativ hohen Transportkosten regional segmentiert war; die regionalen Märkte erreichten zum Teil allerdings ebenfalls Produktionswerte von über hundert Millionen Kronen.1
Das zweite Kriterium für die Typologisierung bildet der Konzentrationsgrad, das heißt die Verteilung von Produktionswert, Kapital, Arbeitskräften und so weiter auf Unternehmen verschiedener Größe. Von den verschiedenen Möglichkeiten, Ungleichheit beziehungsweise Konzentration zu messen, entscheidet sich Resch pragmatischerweise für den Anteil der vier größten Unternehmen einer Industrie am jeweiligen Markt, der leichter zu schätzen ist als Maße, für die die Größen aller Unternehmen bekannt sein müssen. Eine hohe Konzentration mit einem Anteil der vier größten Unternehmen von 95 Prozent findet man etwa in der Eisen- und Stahlindustrie, eine vergleichsweise niedrige in Textil-, Papier-, Brau- und Mineralölindustrie, wo jeweils auf die vier größten Unternehmen weniger als ein Drittel des Marktes entfiel. Für die Konzentration in der Maschinenbauindustrie kommt Resch zu keinem schlüssigen Ergebnis. Im Fall der Bugholzmöbel- und der Leimindustrie sind Veränderungen im Konzentrationsgrad das Hauptkriterium für die Unterscheidung von anderen Typen: die Bugholzmöbelindustrie entwikkelte sich von einer Industrie mit wenigen Unternehmen zunächst zu einem Markt mit einer größeren Zahl von Unternehmen; wachsende Konzentration führte aber schließlich wieder dazu, daß sich die vier größten Unternehmen etwa drei Viertel des Marktes sichern konnten. In der Leimindustrie gab es kurz vor dem Ersten Weltkrieg einen einzigen Anbieter mit einem Marktanteil von neunzig Prozent.
Ein weiteres, kaum in einheitlicher Weise handhabbares Kriterium ist die Differenzierung von Märkten, die in einem engen Zusammenhang mit der Marktgröße steht: die Differenzierung bestimmt ja mit, in welcher Hinsicht überhaupt von einem einheitlichen Markt gesprochen werden kann. Zum Beispiel führten die erwähnten hohen Transportkosten bei Bier dazu, daß de facto mehrere regional separierte Märkte nebeneinander bestanden. Entsprechendes gilt aber auch für Produktdifferenzierung: einige der Markttypen in Reschs Unterscheidung zeichnen sich durch homogene Massenprodukte aus, so der Mineralöl- oder der Glühlampenmarkt, andere durch extreme Produktdifferenzierung, wie etwa die Maschinenbauindustrie. Eine Operationalisierung des Kriteriums der Differenzierung ist zwar möglich — zum Beispiel durch das Verhältnis von Produktionskosten zu Transportkosten im Fall der regionalen Differenzierung oder durch Behelfsmaße für die wechselseitige Substituierbarkeit von unterschiedlichen Produkten —, wird in der Besprechung der verschiedenen Markttypen aber zumeist nicht thematisiert.
Anders ist dies beim Kriterium der Zutrittsschranken für neu in den Markt eintretende Unternehmen. Zutrittsschranken führen dazu, daß neue Unternehmen nicht oder weniger leicht in den Markt eintreten, obwohl die Preise über den Grenzkosten liegen. Beispiele für solche Zutrittsschranken sind hohe Errichtungskosten für ein neues Unternehmen und Skaleneffekte, die etablierte große Unternehmen begünstigen, weiters spezifisches Know-how. Dies sind auch die Punkte, die der Autor für die Feststellung von Zutrittsschranken verwendet, wobei er die Errichtungskosten durch die Kapitalintensität in einer Branche mißt. In diesem Sinn bestanden nach Resch wirksame Zutrittsschranken in der Eisen- und Stahlindustrie und in der Maschinenbauindustrie, die kapitalintensiv waren; allerdings bietet die Maschinenbauindustrie in diesem Punkt — so wie auch schon beim Konzentrationsgrad — kein einheitliches Bild, zumal es auch eine große Zahl kleiner Unternehmen gab, die offensichtlich im Weg der Spezialisierung erfolgreich agierten. Erforderliches Know-how in Form von Patentrechten bestand als Zutrittsschranke in der Glühlampen- und der Glasflaschenindustrie; dies wird vom Autor sogar als das hervorstechende Charakteristikum dieses Kartellierungstyps gesehen. Beim anderen Kartellierungstyp, für den technisches Know-how angeblich eine Rolle spielen sollte — bei Resch vertreten durch die Bugholzmöbelindustrie und die Leimindustrie —, scheint dies weniger überzeugend: der Patentschutz für das Thonetsche Verfahren lief schon 1870 ab, und in der Leimindustrie gab es überhaupt kein besonderes technisches Know-how, das Neueinsteigern den Zutritt zum Markt erschwert hätte. Bei den übrigen Kartellierungstypen spielen Zugangsbarrieren ohnehin keine besondere Rolle.
Welche Bedeutung hatten äußere Einflußnahmen durch Unternehmen oder Unternehmer und die Einflußnahme durch den Staat auf die Eigenarten von Kartellen? Unter den Unternehmen, die Kartelle mitgestalteten, sind klarerweise die Banken von besonderem Interesse. Resch stellt für die meisten Kartelltypen fest, daß Banken auf die Gestaltung des Kartells Einfluß ausübten. Ausgenommen sind die instabilen Kartelle, wie man sie in der Textil- und in der Papierindustrie fand. Auch sonst bleibt allerdings die Art der Einflußnahme von Banken eher unbestimmt. Im Ausnahmefall wird mitgeteilt, daß Banken so wie die Länderbank im Fall der Zündhölzchenindustrie Konzentrationsprozesse initiierten oder wie die Creditanstalt in der Mineralölindustrie die Kartellbildung aktiv betrieben; ansonsten bleibt es etwa bei der Mitteilung, daß Bankenvertreter bei Kartellabsprachen anwesend waren. Daß Banken so wie die von ihnen finanzierten Unternehmen ein Interesse an Kartellabsprachen hatten, ist eingängig, fraglich ist (und bleibt auch in dieser Arbeit), wie Banken ihren Einfluß bei Entscheidungen kartellierter Unternehmen geltend machten, wieweit sie die Stabilität von Kartellen beeinflussen konnten und so weiter.
Noch diffuser erscheint der Staatseinfluß. Resch subsumiert unter »politische Regulierung« als Bedingung für Kartellierung alle Punkte, in denen der Staat tätig war. Genannt werden unter anderem Dinge, die bereits bei den Zugangsbarrieren behandelt wurden (zum Beispiel Patente, die hier wegen des Patentgesetzes noch einmal zur Sprache kommen). Weiters nennt der Autor hier formale Qualifikationsnachweise, die »eine massive Zugangsbarriere« gebildet hätten und für »[o]rganisierte Gruppierungen innerhalb der Wirtschaft und Gesellschaft« von besonderem Interesse gewesen seien (S. 54) - sicher eine Übertreibung, da der Befähigungsnachweis zwar für den Schneider, nicht aber für den Textilindustriellen relevant ist. Nur letzterer kommt aber in der Kartellgeschichtsschreibung vor; die wirtschaftskämmerlich-zünftischen Angelegenheiten sind schon wieder ein eigenes Thema. Plausibel ist hingegen die Bedeutung der Regulierung des Außenhandels für die Kartellbildung und die Folgen von Kartellen: Ein Zollschutz erlaubte es inländischen Kartellen, die Preise hoch zu halten, ohne von ausländischen Konkurrenten unterboten zu werden. Dies zeigt sich zum Beispiel bei der Eisen- und Stahlindustrie, wo die deutsche Konkurrenz durch Zölle und Frachtkosten gehindert wurde, die hohen österreichischen Kartellpreise zu unterbieten. Für die österreichischen Kartelle in den größeren Branchen gilt auch sonst, daß sie in zollgeschützten Märkten operierten.
Der einzige Punkt, an dem der unmittelbare Staatseinfluß auf die Bildung von Kartellen evident wird, ist — abgesehen von den zögerlichen Versuchen, Kartelle überhaupt zu einem Thema der Politik zu machen — das aktive Bemühen des Staates um eine Organisation des Marktes, wie man sie in der Mineralölindustrie oder der Zündhölzchenindustrie beobachten kann. Im Fall der Mineralölindustrie bestanden die staatlichen Eingriffe in zahlreichen schikanösen Behinderungen insbesondere der Standard Oil, die mit einer eigenen Produktion durch ihre inländische Tochtergesellschaft Vacuum Oil Company das österreichische Rohölkartell unter Druck setzte. Die Zündhölzchenindustrie war wiederum mit dem Erfordernis der Modernisierung und Konzentration konfrontiert, da 1912 die bis dahin produzierten Phosphorhölzchen verboten wurden und die Produktion auf Schwedenhölzchen umgestellt werden mußte, was nur in größeren Unternehmen wirtschaftlich möglich war; diese Konzentration wurde vom Staat auch durch Subvention unterstützt. Zusätzlich wurde des längeren über die Einführung eines staatlichen Zündhölzchenmonopols diskutiert; dem Staat wurde unterstellt, die Konzentration in der Zündhölzchenindustrie auch mit dem Hintergedanken zu betreiben, sich dadurch später die Einführung des Staatsmonopols zu erleichtern. Mineralölindustrie und Zündhölzchenindustrie repräsentieren in dieser Arbeit einen eigenen Typus von Kartell, dessen Besonderheit eben dieses staatliche Agieren ist.
Das letzte Kriterium zur Unterscheidung von Kartelltypen liegt, korrespondierend zur Konzentration auf der Produzentenseite, in der Zahl der Abnehmer und gewissen Aspekten ihres Verhaltens. Hier sind in einigen Branchen spezielle Bedingungen zu beobachten, so etwa in der Maschinenbauindustrie, wo nicht gleichartige Massengüter gefragt waren, sondern individuelle Fertigung entsprechend den speziellen Anforderungen der Abnehmer. In der Mineralölindustrie existierten zwar viele Nachfrager, die Nachfrage zeichnete sich aber so wie auch das Angebot durch eine äußerst geringe Preiselastizität aus. In der Eisen- und Stahlindustrie wurde, so Resch, die Nachfrage »von einigen großen Käufern, wie den Eisenbahngesellschaften, den Wiener Großhändlern und dem Staat (Militär- und Infrastrukturinvestitionen« bestimmt (S. 142); dies ergibt allerdings schon im Bereich der Eisenbahngesellschaften eine beträchtliche Zahl von Abnehmern — da wäre doch der Konzentrationsindex auf der Nachfragerseite (analog zur Konzentration unter den Produzenten) interessant. In den meisten anderen Branchen — Textil-, Papier-, Bier-, Zündhölzchen-, Glühlampen-, Glasflaschen-, Bugholzmöbel-, Leimindustrie — wurden ohnehin Massengüter für eine große Zahl von Abnehmern erzeugt.
Soweit der Raster, anhand dessen Resch die einzelnen Kartelltypen anhand der genannten Branchen untersucht. Die Darstellung trennt, einer etablierten Unterscheidung folgend, branchenweise drei Aspekte, nämlich »Struktur«, »Verhalten« und »Erfolg« in jeweils eigenen Abschnitten. »Struktur« meint die Eigenschaften der Märkte, im wesentlichen entsprechend den eben wiedergegebenen Punkten. »Verhalten« betrifft das Agieren der Unternehmen unter den gegebenen Marktbedingungen. In diesen Abschnitten beschreibt Resch Verläufe der Kartellbildung, Verhandlungen, Entscheidungen der Unternehmen und so weiter. Der Erfolg wird anhand von Unternehmenskenndaten - Produktion, Gewinne, Verluste - dargestellt. Klarerweise stehen Struktur, Verhalten und Erfolg in einem wechselseitigen Zusammenhang, da unternehmerische Verhaltensweisen die Marktstruktur veränderten und das Verhalten von Unternehmen auch von Erfolgsindikatoren bestimmt war. Diese Darstellung ist durchaus gelungen, da sie die Eigenarten der sieben besprochenen Kartelltypen erkennbar macht, ohne daß der für den Vergleich notwendige Überblick verloren geht. Diese Aufgabe ist gar nicht so einfach zu lösen, weil ja, wie beschrieben, die Typisierung grundsätzlich anhand von sieben Kriterien erfolgt, was die Angelegenheit eher kompliziert. Es ist daher zu akzeptieren, daß sich der Autor in einigen Fällen auf einzelne Aspekte konzentriert und andere in den Hintergrund treten läßt. Methodisch ist die Arbeit recht bieder, mit anspruchsloser Statistik, die im wesentlichen in einer direkten Übernahme publizierter Daten (vor allem aus den 1916 publizierten Materialien zur österreichischen Produktions- und Betriebsstatistik und dem Compass) besteht; eigene Berechnungen des Autors kommen nur gelegentlich vor und wirken teilweise merkwürdig.2
Einleitend bespricht Resch theoretische Ansätze, die für eine Untersuchung von Kartellen relevant sind, von lehrbuchartigen Darlegungen bis hin zu dem für seine Studie hauptsächlich genutzten Structure-Conduct-Performance-Ansatz. In diesem Zusammenhang bespricht er auch einige weitere Ansätze (Mancur Olsons Logik des kollektiven Handelns und spieltheoretische Analysemuster), die für den Aspekt »Verhalten« relevant sind; auf die eigentliche Untersuchung haben sie allerdings wenig erkennbare Auswirkung.
Ebenfalls wenig Auswirkung haben die zuvor besprochenen theoretischen Überlegungen, die weniger das Funktionieren von Kartellen als ihre Auswirkungen auf das wirtschaftliche Geschehen betreffen. Dieser Punkt wird von Resch in der Analyse der Kartelle in Österreich erst ganz am Schluß in einem Abschnitt der Zusammenfassung angesprochen, wo er sich mit den Wohlfahrts- und Verteilungswirkungen von Kartellen befaßt. Der Tonfall ist einer Zusammenfassung angemessen — Resch verbleibt bei allgemeinen Bemerkungen, die dahin gehen, daß die Kartelle in Österreich zumeist keine besonderen Auswirkungen hatten, weil sie entweder nicht funktionierten oder nur kurz bestanden oder, so wäre hinzuzufügen, weil die betreffenden Produkte von begrenzter Wichtigkeit waren, wie etwa Bugholzmöbel. Als große Ausnahme nennt Resch die Eisen- und Stahlindustrie, die aufgrund der Größe der Branche und der Funktionsfähigkeit des Eisenkartells tatsächlich »einen substanziellen negativen Nettoeffekt« gehabt hätte (S. 390). Dieser Befund einer verhältnismäßig geringen Bedeutung der Kartelle wirkt besonders im Hinblick auf die Ergebnisse des Überblicks über »Entwicklungstendenzen« in den einleitenden Kapiteln (»intensive Kartellierung aller wesentlichen Industriezweige in Österreich vor dem Ersten Weltkrieg«, S. 101) erstaunlich. Man würde sich dazu ein längeres Kapitel vor der Zusammenfassung wünschen, in dem die Auswirkungen der Kartelle auf Einkommen und Verteilung abgeschätzt würden beziehungsweise dargelegt würde, wie man eine solche Abschätzung überhaupt vornehmen könnte. Die Wirkung von Kartellen besteht ja, wie auch von Resch in den einleitenden Kapiteln dargestellt, nicht nur in der Erhöhung von Preisen, die auf verschiedene Weise (Preisabsprachen, Mengenabsprachen, Marktkontingentierung und dergleichen) zustandekommt, sondern auch in Entwicklungsmöglichkeiten für die beteiligten Unternehmen etwa im Sinn der Schumpeterschen Überlegungen über Wettbewerb und Innovation. Die Frage wäre dann, in welcher Weise man die Wirksamkeit solcher Mechanismen in einer historischen Situation feststellen kann und als wie bedeutsam sich in diesem Sinn die Kartellgeschichte erweist.
Gerade im Hinblick auf die Wichtigkeit der Kartelle für die wirtschaftliche Entwicklung Österreichs und damit auch für die Wichtigkeit des Themas der Kartellbildung schlechthin endet die Arbeit also eher unbestimmt. Die Darstellung der Funktionsweise von Kartellen in den letzten Jahrzehnten vor dem Ersten Weltkrieg ist dagegen gut gelungen und gibt ein klares Bild über diesen Aspekt der industriellen Entwicklung um die vorige Jahrhundertwende.
* Dem Rezensenten lag die Manuskriptfassung der Habilitationsschrift vor.