Gerhard A. Stadler
Das industrielle Erbe Niederösterreichs. Geschichte — Technik — Architektur
Wien, Köln, Weimar
Böhlau
2006
1019 S.
€ 89,00
Habilitationsschrift [2001], Technische Universität Wien
Rezensent: Michael Pammer
Historicum, Herbst 2006, 9—11
Zuerst zu den auffallenden äußeren Merkmalen: Ungefähr tausend Seiten, tausend Bilder und zwei Kilogramm Gewicht, ungefähr tausend Objekte in über 350 Orten, über zweihundert Bautypen. Das ist die Druckfassung einer Habilitationsschrift an der Technischen Universität Wien: Gerhard A. Stadler: Das industrielle Erbe Niederösterreichs. Geschichte — Technik — Architektur.
Am Institut für Kunstgeschichte, Bauforschung und Denkmalpflege der Technischen Universität wird an der Abteilung für Denkmalpflege und Industriearchäologie seit gut dreißig Jahren der Bestand technischer und industrieller Denkmäler in Österreich und neuerdings im Donauraum erforscht und inventarisiert. Drei umfangreiche Projekte waren und sind dazu im Gang, eines unter dem Titel Baudenkmäler der Technik und Industrie in Österreich, das zweite mit der Bezeichnung Industrie-Dehio, das dritte über Technische Denkmale an der Donau. An allen drei Projekten ist Gerhard A. Stadler als Projektleiter beziehungsweise Ausführender beteiligt.
Was passiert in diesen Projekten? Das Baudenkmäler-Projekt, das auf die siebziger Jahre zurückgeht, soll ein vierbändiges Werk ergeben, in dem typische technisch-industrielle Baudenkmäler, nach Regionen gegliedert, katalogartig aufgearbeitet und präsentiert werden sollen. Erfaßt sind Produktionsanlagen (Fabriken, Fördertürme, Hochöfen, Kalk- und Ziegelbrennereien) ebenso wie Verkehrs- und Infrastrukturanlagen (Brücken, Kanalanlagen) und Arbeitersiedlungen. Zwei Bände über die östlichen und südlichen Bundesländer wurden schon vor längerer Zeit publiziert1, zwei weitere Bände (Tirol/Vorarlberg und Oberösterreich/Salzburg) sollen noch folgen. Das Donau-Projekt wird seit dem Jahr 2000 durchgeführt, es besteht in der Dokumentation von technischen Denkmälern an der Donau in ihrem gesamten Verlauf. Dazu wurden Informationen zu ungefähr 350 Objekten gesammelt und in einer Datenbank dokumentiert, der Bestand wird weiter ausgebaut.
Der vorliegende Band gehört in den Zusammenhang des Industrie-Dehio. Der Industrie-Dehio orientiert sich dem Namen und der Intention nach an dem von Georg Dehio angeregten Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, das seit 1905 erscheint und immer weiterentwickelt wird. So wie der Kunst-Dehio beabsichtigt auch der Industrie-Dehio eine flächendeckende Beschreibung der einbezogenen Denkmäler, die Dokumentation folgt nicht einer systematischen, sondern einer örtlichen Anordnung, wird also nach Ländern und innerhalb dieser nach Orten gegliedert. Beabsichtigt ist eine Inventarisation der technischen Denkmäler, die laut Projektbeschreibung Bauwerke, Konstruktionen, Gegenstände und Gerätschaft der Sektoren Bergbau, Industrie und Gewerbe, Handel und Verkehr sowie Versorgung und Entsorgung umfassen soll, dazu alle Begleiteinrichtungen einschließlich der zugehörigen Wohnbauten wie Werkskolonien und Fabrikarbeitersiedlungen, ebenso wie Herrenhäuser und Fabrikantenvillen.2
Daß diese Dinge interessant und Gegenstand der Denkmalpflege sind, ist heute selbstverständlich. Technische Museen, in denen die Geschichte von Technik und Industrie dokumentiert wird, wurden seit Anfang des 20. Jahrhunderts gegründet (gegenwartsbezogene technische Ausstellungen und museumsähnliche Einrichtungen zur Weiterbildung gehen schon viel weiter zurück). Parallel dazu begann man auch mit der Erhaltung stillgelegter technischer Anlagen samt ihrer Einrichtung an den alten Standorten. Besonderes Interesse zog dabei zu Beginn, in Österreich wie auch in anderen Ländern, die Eisenindustrie auf sich. Das erste technische Denkmal, das in Österreich unter Schutz gestellt wurde, war das sogenannte Radwerk IV in Vordernberg, eine von vierzehn Eisenhütten am Vordernberger Bach. Es stammte in der vorhandenen Form aus dem Jahr 1846 und war 1910 stillgelegt worden, da die Österreichisch-Alpine Montangesellschaft die Roheisenproduktion in Donawitz und Eisenerz konzentrierte. Die Initiative zur Erhaltung des Radwerks IV kam von der Alpine selbst, 1928 wurde die Anlage unter Schutz gestellt, 1959 wurde sie nach längeren Erhaltungs- und Sanierungsarbeiten als Museum eröffnet. Bald interessierte man sich auch für stillgelegte Anlagen anderer Gewerbe- und Industriezweige, für Mühlen, Textilunternehmen, Bergwerke etwa, aber auch für Anlagen der Infrastruktur, insbesondere Verkehrsanlagen wie Eisenbahnanlagen, Brücken, Schleusenanlagen und so weiter. Die Einbeziehung dieser Objekte in den Zuständigkeitsbereich des Bundesdenkmalamtes erfolgte bereits mit dem Denkmalschutzgesetz 1925, in dem man den Wirkungsbereich des numismatischen Konsulenten zu einem Referat für Handel, Verkehr, Industrie, Gewerbe, Bergbau und Landwirtschaft erweiterte (Münz- und Geldgeschichte war bereits vorher Gegenstand des Denkmalamtes gewesen). Die dadurch geschaffene für den Erhalt industrieller Denkmäler nicht ungünstige Situation änderte sich allerdings nach dem Zweiten Weltkrieg. Während der Denkmalschutz im allgemeinen fortgeführt wurde, hing der Schutz der technischen Objekte eher von einzelnen Personen ab, konkret vom zuständigen Referenten August Loehr im Bundesdenkmalamt. Loehr ging aber 1949 in Pension, und seine Funktion wurde nicht nachbesetzt.
Diesen merkwürdigen Umstand erklärt Stadler mit der besonderen durch den Krieg zustandegekommenen Situation. Die Zerstörungen hatten alle Bereiche betroffen, und man konzentrierte sich auf den traditionellen, das heißt künstlerischen Denkmalsbestand, und renovierte Kirchen: »Außerdem haftete am Begriff ›Industrie‹ das Stigma der Vernichtung. Mit ›Industrie‹ assoziierte man die Kriegswirtschaft, die Produktion von ›kriegswichtigen Erzeugnissen‹, vor allem von Kriegsgerät und Rüstungsgütern. Niemand war gewillt, die Erinnerung an diese Zeit in Form von Industriedenkmalen wach zu halten. […] Vieles, das den Krieg überdauert hatte, hielt der energischen Erneuerung nicht stand« (30—31). Ob diese Erklärung stimmt, sei dahingestellt — die Motive, die in jenen Jahren den Umgang mit den technischen Hinterlassenschaften bestimmten, sind nicht leicht zu ergründen und waren vielleicht den handelnden Personen selbst nicht recht klar. Jedenfalls führte die Situation Ende der sechziger Jahre zu zwei spektakulären Ereignissen, die für das Bewußtsein gegenüber technisch-industriellen Denkmälern wichtig werden sollten: 1968 wurde in letzter Minute verhindert, daß das Radwerk X in Vordernberg (eine weitere der dort befindlichen stillgelegten Eisenhütten) gesprengt wurde; in den folgenden Jahren wurde die Anlage saniert. Und 1969 wurde das Gebäude der Wollzeugfabrik in Linz tatsächlich gesprengt, ein schloßartiger Bau von Johann Michael Pruner aus den Jahren 1722—1726; das Werk war also nicht nur ein wichtiges industriegeschichtliches Denkmal, sondern auch das Werk eines bedeutenden Barockbaumeisters. Der Bau hatte nach dem Ende der Wollzeugfabrik 1851 verschiedene Funktionen als Kaserne und Flüchtlingslager erfüllt, in der Folge wurden diverse Nutzungen vorgeschlagen, 1969 entschied sich die Stadt Linz aber zur Sprengung. Diese Zerstörung eines so wichtigen Denkmals, wie sie heute unvorstellbar wäre, illustriert wie kein anderes Ereignis die Veränderungen, die sich seither beim Schutz industrieller Denkmäler abgespielt haben. Der Aufschwung der Industriearchäologie in den siebziger Jahren, in dessen Kontext die Projekte des Denkmalpflege-Institut der Technischen Universität gehören, war eine internationale Angelegenheit, in Österreich trug der Fall der Wollzeugfabrik aber sicherlich dazu bei, auch in der Öffentlichkeit ein entsprechendes Bewußtsein zu wecken.
Heute ist es selbstverständlich, daß industriegeschichtliche Denkmäler in der ganzen Breite des Spektrums zu schützen sind. Im vorliegenden Band zeigt sich dies an der Fülle der enthaltenen Bautypen: Mühlen verschiedener Arten bilden den größten Bestand, auch für Hammerschmieden, Hammerwerke, Webereien, Bahnhöfe und Arbeiterkolonien findet man in dem Band jeweils eine ganze Reihe von Beispielen. Wie die eingangs genannte Zahl von Bautypen aber schon vermuten läßt, repräsentieren viele der Objekte eigene Typen, eine Fezfabrik, eine Gießerei, eine Feigenkaffeefabrik, eine Zementfabrik, eine Lackfabrik, ein Dieselkraftwerk, ein Eisenbahntunnel, ein Fußgängersteg und so weiter. Die Kategorisierung ist zwar nicht immer nachvollziehbar (dazu noch unten), aber es handelt sich jedenfalls um eine enorme Vielfalt von Typen.
Jedes einzelne Objekt wird in aller Kürze formularmäßig präsentiert, mit einem kleinformatigen Bild dokumentiert und in einem mehr oder weniger langen Text beschrieben. Dieser Text gibt einen Abriß der Geschichte des Unternehmens beziehungsweise der Anlage und der damit zusammenhängenden Fragen, also je nach Art des Objekts Eigentumsverhältnisse, Beschäftigung, Produktion und so weiter. Thema ist naheliegenderweise auch die Baugeschichte. Schließlich werden auch Architektur und Ausstattung im heutigen Zustand beschrieben.
Zur Illustration sei ein beliebiges kleineres Objekt vorgestellt. In Niederschrems in der Gemeinde Schrems im Bezirk Gmünd befinden sich zwei Mühlen, die in dem Band dokumentiert werden. Über die Grünstäudl-Mühle schreibt Stadler folgendes: »Seit 1914 befinden sich die Mühle und das Sägewerk an der Braunau im Bezirk der Familie Grünstäudl. Die beiden Wasserräder, von einem Mühlgraben gespeist, wurden in den Fünfzigerjahren durch Turbinen ersetzt. Müllermeister Alois Grünstäudl, der seit 1932 im väterlichen Betrieb arbeitete, stellte den Mühlenbetrieb 1978 ein; die Säge wurde nach seinem Tod stillgelegt. Erzeugt wurden mit zwei Vollgattern sowie einer Seitensäge Bretter, Pfosten, Latten und Kanthölzer im Lohnschnitt.
Die Anlage, die hinter dem Braunau-Knie gelegen ist, besteht aus einem zweigeschossigen Wohnhaus, an das landwirtschaftliche Bauten anschließen. Auf der flussseitigen Straßenfront liegen, durch einen Übergang mit dem Wohnhaus verbunden, das Mühlengebäude und das Sägewerk. Die zweigeschossige Mühle wird von einem Satteldach bedeckt; die Säge befindet sich in einer zur Straße hin offenen Holzständerkonstruktion. Hier stehen zwei Vollgattersägen, die über Transmissionen angetrieben werden. Die Turbine ist in einem Anbau über dem Mühlgraben untergebracht. Sie setzt — von einem einfachen Handrad gesteuert — die große Welle in Gang, die sich im Untergeschoss befindet. Von hier aus laufen Transmissionen zu den einzelnen Maschinen im Obergeschoss.« (510—511)
In einer Spalte am Bund befinden sich ein Bild im Format 4 mal 2,5 Zentimeter sowie die Kurzbeschreibung:
»NIEDERSCHREMS — Gemeinde Schrems
ANSCHRIFT: Niederschrems Nr. 27
BAUTYPUS: Sägewerk
WESENTLICHER BAUBESTAND: Mühlstock, Sägewerk, Wohnhaus
URSPRÜNGLICHER BETRIEB: Getreidemühle und Sägewerk
STILLEGUNG: 1978 (Mühle), 1993 (Sägewerk)
TECHNISCH-MASCHINELLE AUSSTATTUN: Turbine, Transmission, Vollgattersägen, Seitensäge
QUELLEN: Informant: Alois Grünstäudl, Müllermeister im Ruhestand, Gespräch im Juli 1992
LITERATUR: Dehio-Handbuch NÖ-Nord«
Dies ist eines von vielen Beispielen für eine kurze Beschreibung. Bei einer ganzen Reihe von Objekten fällt die Präsentation allerdings viel ausführlicher aus. Eine der Hinterlassenschaften bedeutender Unternehmen in Industrie, Verkehr und Infrastruktur, zu denen es teilweise eine reichhaltige Literatur gibt und die auch in diesem Band eingehender beschrieben werden, ist etwa der Bestand der 1802 gegründeten k. k. priv. Garn-Manufaktur-Gesellschaft in Pottendorf, von der das Ende des 19. Jahrhunderts errichtete Spinnereigebäude in Teilen erhalten ist, weiters diverse Nebengebäude, Arbeiterwohnhäuser und der fast sechs Kilometer lange Werkskanal. Die Pottendorfer Spinnerei gehört in jeder Hinsicht zu den bedeutendsten Unternehmen der österreichischen Industriegeschichte, sie war zeitweise die größte Baumwollspinnerei auf dem europäischen Kontinent und auch gegen Ende des 19. Jahrhunderts noch eine der größten Spinnereien der Monarchie, und sie steht ganz am Anfang der modernen Fabrikindustrialisierung Österreichs.3 Stadler widmet ihr knapp drei Seiten, auf denen die Gründung und verschiedene andere Aspekte der Pottendorfer Geschichte wie etwa die Kinderarbeit (hier ein wichtiges Thema) und die wechselhafte Geschichte im 20. Jahrhundert bis zur Stillegung 1976 behandelt werden. Das ist sicher nicht zuviel, zuwenig wohl auch nicht, in Anbetracht der Literatur zu diesem wichtigen Unternehmen, auf die man verweisen kann, und angesichts der vielen anderen Objekte, die aufgenommen wurden.
Für den vorliegenden Band, der das ganze Bundesland Niederösterreich umfaßt, wurden zunächst alle niederösterreichischen Gemeinden angeschrieben, für die weiteren Recherchen war dann außer der selbstverständlichen Literaturrecherche die Begehung der Anlagen selbst ganz wesentlich. Der Industrie-Dehio ist eben eine industriearchäologische und architekturgeschichtliche Arbeit, die einen unmittelbaren Blick auf die dinglichen Hinterlassenschaften erfordert. Wie das zitierte Beispiel der Grünstäudl-Mühle zeigt, erforderte dieUntersuchung in vielen Fällen auch die Befragungen von Zeitzeugen als einfachsten und manchmal einzigen Zugang zu relevanten Informationen. Sonst wurden auch schriftliche Quellen unterschiedlicher Art genützt, etwa Baupläne aus amtlichen Beständen, Wasserbücher oder Unternehmensquellen etwa der ÖBB. Die Recherchen führte Stadler zum größten Teil selbst durch, insbesondere für das Gebiet des oberen Waldviertels stammen Beiträge von Andrea Komlosy.
Teil des Projekts ist auch die photographische Dokumentation, die Michael Wistawel erstellt hat. Diese Dokumentation umfaßt ungefähr zwölftausend Bilder, aus denen die Illustrationen für diese Publikation ausgewählt wurden. Wie erwähnt, haben diese Illustrationen Briefmarkenformat, einen industriearchäologischen Bildband hat man also nicht vor sich.
Wie sinnvoll ist der Aufbau des Bandes, wie leicht fällt die Benützung? Da es sich um einen Dehio handeln soll, hat man sich für eine Gliederung nach Orten, und zwar in alphabetischer Reihenfolge der Gemeinden, entschieden. Das ist im Sinn der Benützung am historischen Ort eine gute Entscheidung, denn in einer Reihe von Gemeinden findet man Objekte unterschiedlicher Art, die man bei einer systematischen Gliederung aufteilen müßte; die meisten Benützer werden sich aber wahrscheinlich eher für die Denkmäler in einem bestimmten Gebiet interessieren und nicht für alle niederösterreichischen Denkmäler eines einzigen Typus. Für diejenigen, bei denen das doch der Fall ist, hat der Band mehrere Register, nämlich außer einem Personennamen- und Firmenregister auch ein Register der Bautypen. Letzteres ist nicht perfekt ausgefallen, da zum Teil nicht klar ist, wie die Zuordnung erfolgte. Beispielsweise findet man Mühlen unter den Stichworten »Getreidemühle«, »Getreidemühle und Elekrizitätswerk«, »Getreidemühle und Kleinkraftwerk«, »Getreidemühle und Sägewerk«, »Kunstmühle«, »Mühle« (hier mit dem Verweis: »siehe auch Papiermühle«), »Mühle und Gasthaus« und so weiter. Eine Kunstmühle, die Getreide vermahlt, scheint unter »Getreidemühle« nicht auf, ebenso wenig wie ein Sägewerk, das so wie die zitierte Grünstäudl-Mühle ehedem Getreidemühle war. Das Bautypen-Register ist einfach ein Auszug aus den Kurztabellen und kein richtiges Register, in dem ein Objekt unter verschiedenen Stichworten vorkommen kann.
Davon abgesehen ist dieses Buch wirklich beeindruckend ausgefallen. Die Fülle dargebotener Objekte, die Einbeziehung bekannter und unbekannter Denkmäler, die kurze und bündige Information verdienen große Anerkennung. Ein informativer und — bei der Fahrt durchs Land und der Besichtigungstour — anregender Band.
»Besichtigungstour« führt noch einmal zurück zum Beginn. Georg Dehio hatte die Absicht, mit seinem Handbuch ein Werk zu schaffen, das ebenso als Nachschlagewerk am Schreibtisch wie als bequemes Reisebuch verwendet werden könne. Ein nützliches Nachschlagewerk liegt mit diesem Industrie-Band auf jeden Fall vor. Daß man bequem damit reisen kann, ist nicht ganz ausgeschlossen, man hat ja heute andere Möglichkeiten als Dehio vor hundert Jahren. Trotzdem hätte man sich bei der Gestaltung des Bandes vielleicht am Kunst-Dehio orientieren können, der genau das halbe Format hat (und entsprechend oft mehrteilig daherkommt) und ein etwas leichteres Papier verwendet. Mit einem so gestalteten Buch, genauer gesagt mit zwei Teilbänden zu je einem Kilo oder weniger, wäre man beim Besichtigen unbeschwerter unterwegs. Aber diese Kritik geht wohl an den Verlag und nicht an den Autor.