Landwirtschaft | Agriculture

Pferde in der Landwirtschaft in Österreich 1902 | Horses in agriculture in Austria, 1902

Landwirtschaft

Pferde in der Landwirtschaft in Österreich, 1902

 

Agriculture

Horses in agriculture in Austria, 1902

Die Karten zeigen die unterschiedlichen Konstellationen bei der Nutzung von Pferden durch landwirtschaftliche Betriebe. In einigen Gebieten hielt man Pferde nahezu in jedem zweiten landwirtschaftlichen Betrieb und eventuell sogar noch häufiger, in anderen Regionen waren Betriebe mit Pferden die Ausnahme. Großflächig präsent waren Pferde in galizischen Betrieben. In den Alpenländern gab einige solche Gebiete (besonders Weinviertel, östliches Kärnten). Wie viele Pferde ein pferdehaltender Betrieb hielt, war wiederum ganz unterschiedlich. In den südlichen Teilen von Galizien und der Bukowina gab es eine größere Zahl von Betrieben mit nur einem einzigen Pferd. In größeren Teilen Oberösterreichs, Salzburgs, Kärntens und der Obersteiermark war es in den Betrieben, die Pferde hielten, ganz üblich, mindestens zwei oder drei davon zu haben. Dies gilt auch für Böhmen; dort hatte ein Betrieb entweder gar kein Pferd oder mindestens zwei.

Die dritte Karte zeigt die Zahl von Pferden, bezogen auf die Arbeitskräfte in der Landwirtschaft. Einbezogen sind hier sämtliche Pferde, außer den Zugpferden auch Jungpferde und sonstige nicht zum Zug verwendete Pferde. Über 70 Prozent der Pferde wurden zum Zug verwendet. Auch hier sticht insbesondere das nördliche Galizien als großes geschlossenes Gebiet mit starker Pferdepopulation hervor.

The maps illustrate the varying patterns of horse use across agricultural holdings. In some areas, horses were kept on almost every second farm, and possibly even more frequently; in other regions, farms with horses were the exception. Horses were widespread on farms in Galicia. In the Alpine regions, there were a few such areas (particularly the Weinviertel and eastern Carinthia). The number of horses kept on a farm varied considerably. In the southern parts of Galicia and Bukovina, there was a larger number of farms with just a single horse. In large parts of Upper Austria, Salzburg, Carinthia and Upper Styria, it was quite common for farms that kept horses to have at least two or three of them. This also applies to Bohemia; there, a farm either had no horses at all or at least two.

The third map shows the number of horses in relation to the agricultural workforce. This includes all horses: in addition to draught horses, it also covers young horses and other horses not used for draught work. Over 70 per cent of horses were used for draught work. Here too, northern Galicia stands out in particular as a large, contiguous area with a substantial horse population.

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